Und jetzt sind wir mittendrin.

Und jetzt sind wir mittendrin.

18. September 2018 2 Von Jule

Wir sind jetzt nahezu einen Monat unterwegs. Gestern sind wir mal kurz in uns gegangen und haben die letzten verrückten Monate noch einmal für uns reflektiert. Von der Idee der Reise, über die Planung, Wohnungsauflösung, die Zeit mit der Familie in der Heimat bis zum unmittelbaren Erleben der Reise. Dem HIER und JETZT! Wahnsinn. Was haben wir geschwitzt, geplant, gezweifelt, verkauft, geschrubbt, verabschiedet, gepackt…. Und jetzt sind wir mittendrin! Wir genießen es und sind einfach nur dankbar. Auch wenn es immer wieder stressige Momente gibt, so gibt es genug Momente, die uns wieder ins Lot bringen. Die Zeit als Familie erleben wir hier so intensiv. Wir reiben uns aneinander, lachen, weinen und tanzen miteinander. Es fühlt sich frei und lebendig an.

Eine gute Woche bleibt uns nun noch auf der schönen malaysischen Insel Penang. Die letzten Tage waren eher ruhig. Das hat unter anderem damit zu tun, dass hier in Malaysia die Regenzeit begonnen hat. Das Wetter ist wirklich unberechenbar. Es gewittert und gießt wie aus Kübeln…dann lässt sich die Sonne wieder kurz blicken und auf einmal kommt wieder eine massive Wolkenfront vom Meer, um sich über unseren Köpfen auszulassen. Viele Urlauber sind bereits abgereist, so sieht man auch seit Tagen keine Kinder mehr am Pool. Die Jungs brauchen uns demzufolge mehr als je zuvor. Wir basteln, sammeln Muscheln, hören Hörbücher, gehen lecker essen und wenn die Sonne sich kurz blicken lässt, hüpfen wir auch nochmal in den Pool.

Für Ausflüge mussten wir auch mal auf Indoor ausweichen, wie zum Beispiel das ‚Entopia – Butterflyfarm‘. Dort gab es einiges über Insekten, Käfer, Schlangen, Würmer, Spinnen, Krebse…zu sehen und entdecken. Wir alle fanden es sehr spannend.

Das Escape ist ein Wasser- und Kletterpark, von allen hier sehr hoch gelobt. Ich dachte wir kämen drum herum, aber als unsere Jungs beim Aufstieg zum Stauseedamm Teluk Bahang von oben die riesigen Rutschen entdeckten, gab es für uns kein zurück mehr.

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Wir wählten uns einen Tag in der Woche aus, um dem Massenauflauf zu entgehen. Check. Wir hatten die Pools, Rutschen und Spielplätze größtenteils für uns allein. Bruno testete wirklich jede Rutsche, die für sein Alter und seine Größe zugelassen war, aus. Er rutschte sogar ganz locker flockig eine Rutsche, die dem Abgrund glich…ich sage nur freier Fall. Mir selbst wurde beim Aufstieg schon schwindelig und ich habe mich tatsächlich auch nicht getraut dort runter zu rutschen. Für Bruno kein Problem… generell ist er eher eines der furchtlosen Kinder – nicht, dass uns das Neu wäre. 😀 Es ist jedoch immer wieder beeindruckend, wie gut er seine eigenen Grenzen einschätzen kann. Er traut sich viel zu, neigt aber in keinerlei Hinsicht zu Selbstüberschätzung. So ist er von sich aus erst vom Ein-Meter-Brett ins 5m tiefe Becken gehopst und dann vom Drei-Meter-Brett.

 

Zudem war es schön zu beobachten, wie Theo sich mit den Booten in ein Piratenspiel vertiefte und sich dabei koordinativ ausprobierte.

 

 

Leider hat es uns nun aber doch noch erwischt. Am Wochenende hat mich eine üble Verspannung im Rücken ziemlich ausgeknockt. Ich hatte zwei Tage lang den Kopfschmerz meines Lebens. Mit Wärmesalbe, Massage durch meinen fürsorglichen Ehemann und ein paar passenden Yogaübungen geht es mir heute wieder sehr viel besser. Meine Vermutung ist, dass mein Rücken im letzten Monat etwas zu sehr beansprucht wurde. So hatte ich Theo, der mittlerweile auch schon 15 Kilo wiegt, täglich in der Trage und bin mit ihm Berg rauf und Berg runter gekraxelt. Das Pensum war dann doch etwas too much und mein Körper resignierte. Des Weiteren kam uns unser Theo in den letzten Tagen schon sehr unausgeglichen vor. Er war leicht reizbar, appetitlos und klagte hier und da über Bauchschmerzen. Heute haben wir das Ergebnis. Er fiebert. Wir dachten wir würden hier in Malaysia noch verschont bleiben. Nunja…es ist wie es ist. Sein Körper kämpft bereits und wir drücken die Daumen, dass er bald wieder fit ist. Während Theo sich zu Hause gesund schläft, machen sich Papa und Bruno einen tollen Vater-Sohn-Nachmittag im TechDome. Das ist ein Scienes Discovery Center, wo man viele physikalische Experimente ausprobieren kann.

 

So langsam steigt die Vorfreude auf Bali. In einer guten Woche geht es los. Worauf wir uns am meisten freuen, sind die sozialen Kontakte zu anderen reisenden Familien. Außerdem freuen wir uns auf ein bisschen beständigeres Wetter…hoffentlich…und auf mehr Natur um uns herum. Wir sind hier in unserer Unterkunft immer auf das Auto angewiesen, um in die Natur zu kommen. Wir wohnen hier in einer Wohnsiedlung, also viel Beton um uns herum. Vom Strand, der leider sehr vermüllt ist, trennt uns eine enorm befahrene Straße. Kein Hindernis, aber auch nicht sonderlich einladend. Dennoch werden wir hier auch einiges vermissen. Die unglaublich schöne Poolanlage, die immer sehr sauber und gepflegt ist. Das gute Essen, unseren fantastischen Ausblick aufs Meer und die wirklich sehr netten und hilfsbereiten Locals. Penang, du bist definitiv eine Reise wert!

Wir werden die letzten Tage hier noch genießen. Das nächste Update von uns kommt dann aus Ubud/Bali.