Ein bisschen Heimat tut gut

Ein bisschen Heimat tut gut

16. August 2018 5 Von Jule

Seit Anfang August sind wir nun im schönen Mecklenburg bei meinen Eltern untergekommen. Der Umzugsstress ist längst vergessen und so können wir die letzten Tage in Deutschland bei dem herrlichen Wetter ganz entspannt am See und im Kreise unserer Familie genießen.

 

Für die Kinder sind es nochmal schöne und intensive Momente mit den Omas und Opas, mit den Cousins und vor allem mit der Nachbarshündin Josi. Bruno hat sogar Leckerlis für sie von seinem Taschengeld besorgt. 😊 Er wünscht sich selber so sehr einen Hund. Vor kurzem machte er sich bei einer Hundebesitzerin schlau, ob und wie man Hunde mit ins Flugzeug nehmen kann. Daraufhin kam er natürlich zu uns und sagte, dass er sich jetzt einen Hund von seinem Taschengeld kaufen wird, weil der dann ja auch mit auf unsere Weltreise kommen kann. Dieses Hirngespinst konnten wir glücklicherweise noch abwenden, aber ich glaube für Bruno steht schon fest, dass wir uns in Rostock einen Hund zulegen. Puhh…na wir werden sehen. 😀

 

Was uns aber eigentlich in den letzten Tagen beschäftigte, war nicht das Thema Hund, sondern die aktuellen Ereignisse in Indonesien. Unsere Reise sollte eigentlich auf Bali starten. Dort, wo wir vor 4 Jahren unsere Flitterwochen verbringen wollten. Dort, wo jetzt mehrere Erdbeben die Nachbarinsel Lombok erschütterten. Irgendwie verhext! Damals haben wir recht kurzfristig umgebucht, da ich im dritten Monat schwanger war – und heute…

Die Medien berichten von Ausnahmezuständen auf Lombok und Bali. Mehrere Tote, viele Verletzte, Menschen, die ihr Obdach verloren haben.

Ist das ein guter Start für eine Familienweltreise? Wir sind hin und hergerissen. Seit Monaten sind wir darauf eingestellt, dass wir unsere Reise auf Bali starten. Ubud ist eines der beliebtesten Ziele weltweit für digitale Nomaden und reisende Familien. Ein perfekter Spot also, um eine Reise zu beginnen. Wir erhofften uns schnell mit Menschen in Kontakt zu kommen, welche ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen und coole Tipps aus erster Hand zu erhaschen.

Wir haben die Nachrichten sehr intensiv verfolgt und das mulmige Gefühl im Bauch wuchs und wuchs. Bali liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In diesem Gebiet treffen verschiedene Erdplatten aufeinander, es kommt häufig zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. Das war uns natürlich auch vorher schon klar, aber nun tangiert es uns tatsächlich. Unsere erste Unterkunft wäre in der Nähe von Ubud im Landesinnneren gelegen, d.h. vor Tsunamis relativ sicher und weit genug entfernt vom Vulkan. Wir standen also vor einer doch großen Entscheidung, welche mir persönlich nicht leicht viel.

Ich war vollkommen überfordert, als wir nun ernsthaft über eine Alternative nachdenken mussten. Ich habe mich die letzten Wochen so intensiv mit Bali auseinandergesetzt, dass in meinem Kopf gar kein Platz für ein neues Reiseziel war. Etwas geknickt musste ich mir dann aber doch eingestehen, dass es vernünftiger ist, wenn wir Bali einfach etwas aufschieben. Noch haben wir schließlich die Wahl.

Nach ein wenig Recherche und einem Telefonat mit einem Bekannten, welcher selber gerade in der Welt rumbummelt, haben wir eine schöne Alternative gefunden. Wir starten wie gehabt am 19.08.2018 von Berlin-Tegel nach Singapore. Von dort geht es, nun nicht wie geplant nach Bali, sondern ein Stündchen weiter nördlich nach Penang/Malaysia. Aus erster Hand haben wir gehört, dass es einer der schönsten Orte sein soll. Viel mehr wissen wir noch nicht. Für die erste Unterkunft haben wir uns ein kleines Hotel gegönnt mit schönem Pool für die Kids. Alles Weitere können wir dann erst von vor Ort berichten.

Zu meinem Geburtstag im Oktober möchte ich aber gerne auf Bali sein. Mal sehen ob das klappt. 😛