Bali – here we go

Bali – here we go

29. September 2018 0 Von Jule

Da wir in Ubud/Bali (im Landesinneren gelegen) vorerst das Meer nicht so schnell erreichen werden, haben wir die letzten Tage in Malaysia eben dort nochmals voll ausgekostet. Naja, sofern wir konnten…

Theo hat sich einen doofen Virus eingefangen, der leider hohes Fieber bei ihm ausgelöst hat. Während immer einer von uns bei Theo blieb, hat der andere etwas mit Bruno unternommen. So gab es einen Papa-Sohn-Ausflug zum Friseur und einen Mama-Sohn-Ausflug in den Botanical Garden. Ein wirklich schön angelegter Park, mit freilaufenden Affen, riesigen Bäumen mit ebenso riesigen Früchten dran. Außerdem einem bezaubernden Wasserfall, an dem Bruno und ich uns erfrischten. Alles in allem eine wirklich sehr empfehlenswerte Location, für alle die mal nach Penang wollen. Für Bruno und mich fühlte sich der Tag dennoch nicht vollständig an. Uns fehlten einfach unsere Zwei anderen Bosis.

 

Nach dem dritten Fiebertag hielten wir es nicht mehr aus. Die Sorgenfalten saßen doch schon sehr tief. Dementsprechend beschlossen wir zu einem Kinderarzt zu gehen. Wir waren wirklich top zufrieden mit der Versorgung. Wir konnten spontan vorbeikommen, sie nahm sich Zeit für uns und am nächsten Tag bekamen wir eine Whatsapp Nachricht von der Ärztin, in welcher sie sich nach Theos Gesundheitszustand erkundigte. Leider war sein Fieber immer noch nicht runter, sodass wir nochmal hin sind. Sie nahm ihm Blut ab um einen Dengue-Schnelltest zu machen. Dieser war glücklicherweise negativ. Dies bestätigte ihre Anfangsvermutung, dass es sich lediglich um eine Art Sommergrippe handelt. Die Blutuntersuchungen im Labor waren auch zufriedenstellend und prompt ging das Fieber in der Nacht runter. Wir merkten, wie die Situation für uns alle doch sehr belastend war. Bruno musste viel zurückstecken, da Theo doch mehr Aufmerksamkeit benötigte. Und das platzte via Tränen dann auch aus Bruno heraus. Vollkommen verständlich, obwohl wir uns wirklich Mühe gegeben haben, ihm Exklusivzeit zu geben. Aber Kinder sind einfach so wunderbar feinfühlig. Er hat es sich von der Seele geweint und nach einer riesigen Kuscheleinheit ging es ihm schon wieder viel besser. Puuh, wir hatten es überstanden…vorerst.

Am Wochenende konnten wir dann unseren lang ersehnten Ausflug zum Monkey Beach machen. An einem traumhaften Strand mit Kokosnuss in der Hängematte chillen, während die Kinder sich ausgiebig mit den Krebsen beschäftigten. Das bügelte unsere Sorgenfalten der letzten Tage schnell wieder glatt. Wir trafen auch einen Malaysier, der auf einmal mit mir perfektes Deutsch sprach. Ich war kurz verwirrt und brauchte einige Sekunden, um den malaysischen Mann und die deutsche Sprache in meinem Gehirn zu verknüpfen. 😉 Er erzählte mir, dass er 18 Jahre lang in Deutschland gelebt hat und dort eine Abendschule besucht hat, um Deutsch zu lernen. Sein Sohn lebt immer noch in Deutschland, aber er ist vor 20 Jahren gesundheitsbedingt mit seiner Frau wieder nach Malaysia gegangen. Die Winter in Deutschland waren zu kalt. 😀

Nach einem fieberfreien Wochenende kletterte Theos Temperatur es am Sonntag auf einmal wieder hoch. Oh man… Dazu kommt, dass der Papa sich am Strand irgendeinen Hautausschlag eingefangen hat. Zuerst dachten wir eine Qualle hat ihn geschliffen, aber als es sich innerhalb der nächsten Tage immer mehr ausbreitete und eher schlimmer als besser wurde, konnten wir zumindest die Qualle ausschließen. So haben wir die letzten Tage in Malaysia gesundheitsbedingt eher entspannt am Strand verbracht, allerdings ohne baden für Theo und Papa. Bruno bastelte sich aus einer Plastiktüte einen Drachen und flitze damit den Strand rauf und runter. Der Portier unsere Unterkunft hatte dann später ebenso einen Drachen aus Bambusstäben, Band und Plastiktüte für ihn gebaut. Der musste natürlich gleich ausprobiert werden. Zudem machten wir noch eine kleine Bootstour und übten uns im fishing. Zum Abendbrot essen im Hawker haben sich dann auch die Affen eingeladen. Bruno sah, wie die Einheimischen die Affen fütterten und ist natürlich sofort hin. Er war dann erstmal eine halbe Stunde damit beschäftigt die Affen mit Litschis zu versorgen, während seine Pizza kalt wurde. 😀 Es gibt einfach immer wieder etwas zu entdecken. Ich denke wir haben es uns trotz der milderen Umstände ganz hübsch gemacht. Und so konnten wir glücklicherweise (fast) alle Krankheiten in Malaysia zurücklassen.

Am Mittwoch zogen weiter nach Bali…ein lang ersehnter Traum geht endlich in Erfüllung. Der Flug war sehr entspannt, dennoch waren wir den ganzen Tag unterwegs. 1h Autofahrt zum Fughafen Penang – 1,5h Flug nach Singapur – 3h Aufenthalt – 2,5h Flug nach Denpasar/Bali – 1,5h Autofahrt zu unserer Unterkunft in Ubud.

Unsere Unterkunft ist wirklich sehr schön. Ein kleines Holzhaus, mit Garten, Pool, Outdoorküche, Pavillon zum Essen, Yoga machen oder zum Abhängen in der Hängematte. Wir sind sehr nah am Zentrum, aber dennoch ist es sehr ruhig gelegen und uns umgibt von einer Seite der Dschungel. Es war schon dunkel als wir ankamen, aber wir haben uns gleich verliebt. Dann sind wir einfach nur noch ins Bett gefallen.

Gestern mussten wir erst einmal wieder die nervigen organisatorischen Sachen (Internet, bisschen Einkauf, Wasser…) erledigen. Während Bosi noch den Arzt aufsuchte, wegen seines komischen Hautausschlags, konnte ich mit den Jungs unseren Pool unsicher machen. Am Abend hatten die Jungs große Lust auf Grillen, woraufhin wir uns ein BBQ Warung gesucht haben. Dort gab es neben der Bratwurst aufm Teller und Blick auf die Reisfelder, auch noch exotische Tiere zum Bestaunen und Anfassen.

Heute früh hatten wir ein Frühstücksdate mit einer deutschen Familie, ebenfalls aus Berlin, die seit einem halben Jahr auf Bali leben und einen dreijährigen Sohn haben. Es war wie Balsam für die Seele, endlich wieder soziale Kontakte mit Gleichgesinnten zu genießen. Die Jungs haben sich super gut verstanden und vor allem die beiden Kleinen haben es sichtlich genossen. Aus dem Frühstücksdate hat sich spontan ein ganzer gemeinsamer Tag ergeben, mit wirklich UNGLAUBLICH gutem Essen. Da kann die malaysische Küche echt einpacken. Selbst die Jungs sind von ihrem Pommes-Pizza-Konsum endlich mal abgewichen. 😉 Die Warung sind sehr liebevoll und gemütlich eingerichtet, manchmal mit kleineren Teichen angelegt, wo riesige Keukarpfen drin schwimmen. Und vor allem ist das Essen günstig und wirklich wirklich lecker.

Leider reist die Familie in zwei Tagen ab, aber eventuell treffen wir uns in Thailand wieder. Wir würden uns auf jeden Fall freuen. 😉

Für heute geht ein wunderbarer Tag zu Ende. Morgen werden wir versuchen uns zwei Roller zu mieten. Wir mussten feststellen, dass das Taxi ordern hier in Ubud echt frustrierend ist. Services wie Grab und Co werden hier verachtet und die Taxifahrer machen unverschämte Preise. Hier muss man auf jeden Fall wachsam bleiben, denn überall wollen sie dich abziehen. Mit einem Roller kommen wir einfach viel günstiger und sind voll flexibel. Von daher ein Muss, auch wenn wir noch Respekt vor dem Verkehr haben. Dazu dann mehr im nächsten Bericht.

Namaste!