Die ersten Tage in der Windy City

Die ersten Tage in der Windy City

24. April 2016 0 Von Jule

Unsere nächste große Reise hat endlich begonnen. Wir starteten Mittwoch früh um 7 Uhr von Berlin Tegel nach Paris. Bruno war spürbar aufgeregt und bestaunte mit großen Augen die startenden und landenden Flugzeuge. Der erste Flug war noch eine Art Generalprobe für uns. Der Flieger war so leer als hätten wir einen Privtjet gemietet, wir konnten uns also ordentlichen breit machen. Theo ist sogar irgendwann eingeschlafen. In Paris angekommen, mussten wir uns um die Boardingkarten für unseren nächsten Flug kümmern. Die Damen am Schalter hatten wirklich die Ruhe weg, man hat auch deutlich gemerkt, dass Security aktuell ein großes Thema in Paris ist. Dann durften wir in den größeren Flieger. Bruno sah direkt die riesen Bildschirme der Business Class und wollten gar nicht weiter gehen. Wir mussten ihm versichern, dass wir auch in der Holzklasse kleine Fernseher haben. Letztendlich verschliefen beide Jungs den Start. Auch dieser Flieger war schön leer, sodass wir acht Sitze für uns beansprucht haben. Die 8 Stunden vergingen nicht ganz wie im Flug aber die Jungs haben es wirklich gut gemanaged. Bruno hat sich wie erwartet ein Film nach dem anderen reingezogen. Theos Hauptbeschäftigungen waren eher Essen und Schlafen. Unsere negativen Erwartungen vor dem Flug wurden also nicht bestätigt! In Chicago angekommen wurden wir von Tante Catherine in Empfang genommen. Den restlichen Tag verbrachten wir nach einem kleinen Nap auf dem Spielplatz in Glen Ellyn, unser Hauptquartier für die nächsten Wochen.

Auch Tag 2 ließen wir sehr ruhig angehen. Ein kurzer Besuch im lokalen Wildlife Park bei schönem Wetter und chillaxen im Garten war vollkommen ausreichend für uns.

An Tag 3 fuhren wir mit dem Metro Zug in die City. Chicago Downtown Stand auf dem Plan. Wir durften am eigenen Leib erfahren, warum diese Stadt auch „windy city“ genannt wird. Brrr… Erster Stop Millennium Park mit der weltberühmten Alubohne (offiziell „Sky Gate“).

Dann ging es weiter zum Hafen am Michigan See. Ganz in der Nähe gab es einen RIESEN Spielplatz mit allem, was das Kinderherz begehrt. Wir haben in unserem Leben noch nicht so einen Wahnsinns Spielplatz gesehen. Bruno war gut drei Stunden beschäftigt und trotzdem hatte er noch nicht Alles abgegrast. Die Amis müssen einfach immer übertreiben, in diesem Fall gut so. 😀

Nach einem langen Walk durch Downtown wollte Bruno gern ein Lolli haben. Diesen wollten wir ihm nicht vorenthalten. Da kam uns die Candy Bar sehr gelegen. Allein sein Blick war es Wert dort mit ihm reinzugehen, die Kinnlade fiel runter. Auch hier haben die Amis in Sachen Übertreiben wieder ihr Bestes gegeben. Drei Etagen voll mit Süßigkeiten. Absoluter Wahnsinn. Er war der Willy Wanker der Schockoladenfabrik. 😀 Und weil wir noch nicht genug hatten, sind wir am Ende des Tages auf den Willis Tower (bis Juli 2009 Sears Tower), da sich relativ unerwartet doch noch die Sonne zeigte. 416m hoch standen wir in einem gläsernen Balkon. Richtig cool. Bruno hatte nicht den Hauch von Angst auf dem Glasbalkon, sein Daddy schon.

An Tag 4 fuhren wir nochmal in die Stadt. Diesmal in den Norden. Dort waren ein paar schöne und hippe Shops zum Stöbern. Außerdem ist dort die Baustelle an der Onkel Svenni momentan arbeitet. Als wir ihn besuchten, bekam Bruno einen echten Bauarbeiterhelm mit seinem Namen und durfte die großen Baufahrzeuge von innen erkunden. Sein absolutes Highlight bisher.

Nach einem leckeren BBQ zu Hause mit Catherines Schwester und Familie endete auch dieser schöne Tag. Nur der gegrillte Marshmallow mit Schokolade und Waffelsandwich war nicht ganz unser Fall. Wir dachten erst diese Nachspeise war als kleiner Scherz gemeint, ehmm…. nö. Wir fühlen uns hier pudelwohl und die Zeitumstellung ist mittlerweile auch kein Problem mehr. So kann es weiter gehen.